inverbum
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1

HERR, ich rufe zu dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.

2

Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer.

3

HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen!

4

Neige mein Herz nicht zum Bösen, gottlos zu leben mit den Übeltätern; ich mag nicht essen von ihren leckeren Speisen.

5

Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht; das wird mir wohltun wie Balsam auf dem Haupte. Mein Haupt wird sich dagegen nicht wehren. Doch ich bete stets, daß jene mir nicht Schaden tun.

6

Ihre Anführer sollen hinabgestürzt werden vom Felsen; dann wird man merken, wie richtig meine Worte gewesen sind.

7

Ihre Gebeine werden zerstreut bis zur Pforte des Todes, wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt.

8

Ja, auf dich, HERR, sehen meine Augen; ich traue auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin.

9

Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Übeltäter.

10

Die Gottlosen sollen miteinander in ihr eigenes Netz fallen; mich aber laß entrinnen.