Micha
Micha wendet sich im 8. Jahrhundert v. Chr. (zeitgleich mit Jesaja) sowohl an Israel als auch an Juda. Es verkündet das Gericht über korrupte Führer und Ungerechtigkeit, sagt aber auch Hoffnung voraus (einschließlich eines Herrschers aus Bethlehem) und Gottes endgültige Wiederherstellung.
Autor: Traditionell der Prophet Micha.
Abfassungsdatum: Mitte bis Ende 8. Jahrhundert v. Chr. (vor der Zerstörung Samarias durch Assyrien 722 v. Chr.).
Kontext: Micha prophezeit aus einer Kleinstadt Judas und warnt vor einer assyrischen Invasion, wenn das Volk nicht umkehrt (Mi 3–4). Seine Erwähnung eines zukünftigen Messias (Mi 5) prägte später messianische Erwartungen.